Frequently Asked Questions

Was ist Unternehmensberatung? 

Unternehmensberatung ist ein reglementiertes Gewerbe in Österreich. Wir befassen uns mit der Beratung von Unternehmen in den Bereichen Finanzen, Geschäftsentwicklung, Organisationsentwicklung, Kauf und Verkauf von privaten Unternehmen. 

Weiters agieren wir als Vertreter und Coach.

Da der Finanzmarkt regulatorische in Österreich sehr komplex ist, haben wir hier ein paar Informationen auf unserer Website zusammengefasst, die für den Einstieg in die Materie nützlich sein könnten: 

Die Unterscheidung zwischen privaten und öffentlich gehandelten Anteilen von Finanzprodukten ist eine wesentliche, da hierbei entweder private Kapitalmärkte, oder öffentliche an Börsen gehandelte Produkte gemeint sind. Als Unternehmensberater agieren wir als Berater/Makler für private Märkte zwischen Institutionen. In der Bildungsberatung beraten wir in Themen zu Risikoanalyse, Bewertung von Produkten, Unterscheidungsmerkmalen, Strategien, Produktgestaltung, Vertriebsstrategie, Portfolioanalysen. 

Was kostet eine Beratung?

Beratungsleistungen sind entweder individuell pro Stunde zwischen 50 und 200 euro pro Stunde zu kaufen. Trader Coaching wird ausschließlich ab 10 Stunden im Paket verkauft. Die Maklergebühr beim Kauf/Verkauf eines Unternehmens liegt bei 5% vom Verkaufspreis. Dienstleistungspakete nach Absprache sind ebenfalls möglich. Vertretungsaufgaben werden seperat honoriert.

Welche Partnermöglichkeiten gibt es?

Wir haben aktuell für verschiedene Unternehmen Tippgeber Vereinbarungen. Bitte kontaktieren Sie uns dazu einfach.

Vertriebspartnern bieten wir einen Anteil von Umsatz, wenn Sie uns Kunden bringen.

Wir sind im Ausland, möchten aber gerne in Österreich sein. Was können wir tun?

Wir können nichts machen, da die Banken und der Staat fast alles voll reguliert hat. Es tut uns leid.

Kann ich bei Rossiwall Unternehmensberatung arbeiten?

Aktuell haben wir keine Stellen für Trader, Analysten, Quants, oder Consultants zu vergeben. Es tut uns leid.

Wer kann ein Trader Coaching kaufen und was bringt es?

Wer in Europa ein Konto bei einem Broker eröfnet muss erst einmal einen Wissenstest bestehen. Viele Kunden schaffen nicht einmal das, geschweige denn verstehen Sie die Risiken und Chancen im Handel. Oftmals gibt es sogar viele schlecht ausgebildete Menschen in der Finanzberatung, die ohne solides Wissen zu Finanzen und Ökonomie Kunden etwas verkaufen. Wir haben nicht nur ein individuelles Coaching für Börsenhandel, sondern sogar ein komplettes Ausbildungssystem entwickelt. Wir eruieren dabei verschiedene Aspekte für den Handel an der Börse (Risk, Leverage, Statistik, Datenfeeds, Plattformen, APIs usw. usw.). Selbst Mitarbeiter von Banken und Versicherungen haben schon unsere Schulungsdienstleistung in Anspruch genommen. Ein Finance Coaching bedeutet nicht, das wir Tips für den Kauf oder Verkauf abgeben. Wir verbessern lediglich das Wissen mit dem Marktteilnehmer am Markt agieren. Besonders Menschen im Vertrieb von Finanzen, die gar keine Ausbildung haben sollten unbedingt bei uns ein Coaching kaufen. Der Preis dafür liegt bei 200 Euro pro Stunde.

Welcher Zeitaufwand ist für Börsenhandel notwendig?

Börsenhandel wird zum einen von vielen als Glücksspiel und Kapitalismus schlecht geredet, zum anderen gibt es viele Akteure die schlechte Entscheidungen treffen. Und trotzdem gibt es viele Vorteile für private Trader im Vergleich dazu, wenn man sein Geld an Vermögensverwaltungen oder Banken abgibt. Selbst bekommt man zB viel mehr Leverage. In England und den USA ist der private Handel weit verbreitet und da ist es ganz normal, das man Aktien, Währungen, Rohstoffe und sonstiges handelt. Aus unserer Sicht sollte man an der Börse nichts machen, wenn man nicht eine spezifische Ausbildung dafür absoviert hat. Ich habe im Alter 22 eine Ausbildung im Wert von 25.000 US $ bei einem Vermögensverwalter in den USA absolviert. Das war so wie bei uns eine "kaufmännische Ausbildung zum Bankkaufmann", nur eben für Börsenhandel. So etwas gibt es bei uns in Österreich nicht. Auch gibt es kein Studium, welches dafür genau passt. Ein Studium der BWL kann zwar helfen, ist aber nicht alles was man braucht um an der Börse informierte Entscheidungen zu treffen. Grundlagen dabei sind jedoch schon nützlich. Beispielsweise ist es notwendig als Händler:

  • Täglich einen Börsenterminal zu checken; Kursdatenabos zu haben

  • Sich mit PC und Software sehr gut auszukennen (Server bedienen, APIs andocken, Excel Sheets auswerten, oder sogar in R Studio)

  • zB Reuters, Bloomberg lesen, NTV schauen

  • Aktienresearch betreiben (Verwenden von Algorithmen, Scannern, Lesen von Zeitschriften)

  • Mehrere Zeitungen wöchentlich wie zB The Economist, Wallstreet Journal, Handelsblatt, Financial Times.

Warum sollte ich eine Unternehmensberatung in Anspruch nehmen?

Oftmals fehlt es an BWL Kentnissen in schon etwas funktionierenden Betrieben. Wir können Ihnen helfen diese auf ein nächstes Level zu bekommen, aber meistens glauben die Kunden das ja nicht. Ebenfalls können Sie uns mit spezifischen Aufgaben betrauen und Outsourcing mit uns betreiben. Oder Sie setzen uns als Planer ein, lassen sich durch einen neutralen Berater vertreten, lassen ein Konzept erstellen, oder lassen uns Geschäftspartner für Sie suchen. Es gibt viele Möglichkeiten in der Beratung. Auch Family Offices können uns einsetzen, um bei der Nachfolge Unternehmenstransaktionen durchzuführen.

Wichtige Begriffe in Finanzen, Ökonomie und BWL:

Prop Trading: Das bedeutet jemand handelt privat oder als Unternehmen eigenes Geld an der Börse. Es wird kein Kapital aufgenommen und ist daher nicht reguliert. Prop Trading ist keine Vermögensverwaltung. Prop Trader handeln in erster Linie Aktien und synthetische Produkte (zum Beispiel Rohstoffe wie Mais, Weizen, Orangensaft oder Zinssätze wie 10 Jahres staatsanleihen der Republik Österreich)

Aktien: Ein Anteil des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft wird verbrieft und gibt dem Inhaber einer Aktie Vermögens und Mitspracherecht. Der Kurs der Aktie ergibt sich aus den Bid / Asks an der Börse. Hier findet der Börsenhandel statt. 

Index: Der Index bietet einen Korb an werten in einem und so einen Indikator für die gesamte Situation an den Börsen. 

Fonds: Manager von Fonds verwalten nach definierten Prinzipien Gelder mit meist risikoaversen Methoden (streuen von Risiken). 

Alternative Investments: Gehen über normale an Börsen gehandelten Finanzinstrumente hinaus und bieten zumeist umregulierte Möglichkeiten. Beispiele sind Private Equity, Hedgefonds, Managed Futures Funds (AIFMs), oder in anderen Ländern gewählte Unternehmenskonstruktionen (bsp. in Luxembourg). 

 

Anleihe: Forderungwertpapier mit definierten Bedingungen zu Verzinsung, Laufzeit und Rückzahlungsverpflichtungen. Meistens sind die Kunden von Anleihen Institutionen und es werden hohe Geldbeträge veranlagt, vermittelt und gehandelt. Typisch sind hier Versicherungen, Banken, der Staat, staatsnahe Unternehmen, Gemeinden, Länder. 

 

Unternehmensanleihen: Eine Alternative für Vermögensverwalter um zu passenden Zeitpunkten durch die Asset Allokation die Rendite zu steuern und vergangene Fehler anders darzustellen. Mit Unternehmensanleihen hat der Kunde ein anderes Risiko als mit Eigenkapitalanteilen. Dafür gibt es oftmals weniger Asset Schwankungen, jedoch aber definierte Zinsen. 

 

Aufsichtsrat: Vertritt die Lobbying Interessen der Aktionäre. Ein Unternehmensberater kann ein Vertreter für den Aufsichtsrat werden. 

 

Bilanz und GUV: Wesentliche Daten des Unternehmens zur fundamentalen Analyse und Bewertung. Hierbei wird meist mit Renditezahlen gearbeitet. 

 

IPO: Initial Public Offering bedeutet ein Unternehmen geht zum ersten mal öffentlich an die Börse um Eigenkapital einer breiten Masse anzubieten. Es gibt eigene IPO Strategien und Analysen. 

 

Derivate: Diese Finanzinstrumente sind für Junior Händler (Trader) optimal, da sie komplexe Produkte sind die viele risikotypische Eigenschaften mit sich bringen. Beispiele: Optionen, Futures, CFDs. Derivate sind ausschließlich für erfahrene Marktteilnehmer geeignet. 

 

Broker: Bietet Zugang zur Börse mit Software und besseren Konditionen als die meisten Banken.

 

Eigenkapital und Mezzaninkapital: Unternehmensberater beraten bei der Kapitalbeschaffung von jungen Unternehmen die noch nicht an einer Börse notieren und zu KMUs zählen. 

 

Emerging Markets: Wachstumsmärkte mit politisch und wirtschaftlich riskanten Situationen. Oftmals hohe Inflation und Verschuldung der Staaten. 

 

ETF: Exchange Traded Fund der eine passive Anlagemöglichkeit in handelbaren Produkten bietet. Relativ neues Produkt. 

 

ESG: Environment, Sustainability, Governance, diese Begriffe stehen für ein Ethik-Kriterium bei Investments. Ein zunehmender Industrietrend. 

FMA: Österreichische Finanzmarktaufsicht, die Behörde reguliert den österreichischen Finanzmarkt. Die Unternehmensdatenbank ist hilfreich um die Regulierung der Unternehmen zu prüfen. 

Hebel: Stellt das Risiko in einer Kennzahl der ausgeliehenen Gelder im Vergleich zu den real vorhandenen dar. Wichtig für Trader und die Schwankungsbreite des Marktes in diesem Zusammenhang. 

Hedging: Sicherungsgeschäfte von Wertpapieren

Daytrading: Handel von Wertpapieren mit täglicher Umschichtung der gehandelten Produkte, um so ein neutraleres und besseres Jahresergebnis im Vergleich zum reinen Halten von Wertpapieren zu erzielen. Diverse Strategien sind anwendbar. Auch das Risikomanagement ist variabel. 

Korrelation: Die Zahl für den Zusammenhang der Änderung von zwei Wertpapieren ist die Basis für Marktanalysen und Strategien von Tradern. 

KGV: Kurs Gewinn Verhältnis ist eine Bewertungskennzahl der fundamentalen Analyse. 

M&A: Mergers & Aqusitions gibt es an privaten und öffentlichen Märkten. Hierbei nehmen Unternehmensberater eine Transaktionsfee. Die Synergien einer Zusammenschließung von Unternehmen sollen für beide Firmen Mehrwerte erzielen. Nach M&As gibt es oftmals interessante Kursänderungen, wenn Unternehmen an der Börse gelistet sind. 

MIFID: Eine Richtlinie der EU setzt neue und moderne Standards an EU weiten Finanzmärkten. Die ESMA ist die Behörde der EU für die Gesetzte der "Market in Financial Instruments Directive". 

MTF: Multilaterale Handelssysteme bedürfen in Österreich einer AIFM Konzession. MTF steht für Multilateral Trading Facility.

 

Typische Österreichische Finanzunternehmen:  Konzessionstypen in Österreich sind (stand 2020) WPDLU (Wertpapierdienstleistungsunternehmen), Wertpapierfirma, AIFM (Alternative Investment Fund Manager). Vertriebsunternehmen werden meistens "Gewerbliche Vermögensberater" genannt. 

Sharpe Ratio: Eine komplexe Kennzahl die eine Messung über die Risiken und Renditen in einem darstellt. 

Small Caps: Unternehmen die erst klein an der Börse sind und mit niedrigem Marketcap notieren. 

Pennystocks: Unternehmen in dritten Märkten die fast nicht reguliert sind und teilweise an OTC (Over the Counter) gehandelt werden. Der Preis ist meist unter einem Euro. Der Markt kann leicht manipuliert werden und muss streng reguliert werden. 

WAG: Wertpapieraufsichtsgesetz. Dieses kann man auf www.ris.gv.at abrufen. 

Gesellschaftsformen für Unternehmen: 

KG, OG, stille Beteiligungen, GmbH, AG, Genossenschaften 

AltFG: Alternative Finanzierungen Gesetz wurde für KMUs geschaffen. Es handelt sich hierbei um Aktien, Genussrechte, stille Beteiligungen  die nicht mehr als 1,5 Mio an angebotenen Finanzinstrumenten darstellen. Genaue Infos findet man im RIS, dem online Abrufportal für Gesetze in Österreich. Bis 100.000 Euro gibt es keine Prospektpflicht. Nur ein einfacher Prospekt ist notwendig. 

Venture Capital und Private Equity: Unternehmen in Wachstumsphasen und Gründungen, die Kapital benötigen wenden sich an VC und PE Unternehmen. 

ESG: Environment, Sustainability, Governance - Ein Qualitätsmerkmal bei Investments, welches sich zum Industriestandard entwickelt hat ist ESG. Es steht also ähnlich einem Zertifikat für Mindestanforderungen bei der Umsetzung von Investments in Unternehmen in den Bereiche: Umwelt, Nachhaltigkeit, Regierungsführung. Ziel der Umsetzung und Einführung von ESG Kriterien als Unternehmensberatung bei Industrie und Investmentunternehmen ist ein Verfahren mit Messbaren Kriterien, die bei den investierten Unternehmen eingehalten werden. 

 

Dazu gehört zum Beispiel: 

Nachhaltiger Transport 

Anti Korruption und Anti Lobbying 

Einhalten von Gesetzgebung und Demokratischer Standards 

Umweltverschmutzung 

Mitarbeiterpolitik 

Klimawandel

Wir versuchen uns bei der Erstellung von Finanzanalysen an Anforderungen von ethischen, moralischen und umweltbezogenen Themen zu orientieren.