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Finance Blog 

Analysen der Finanzmärkte sind auf keinen Fall eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapierproduktes. 

Seit Mitte März hat sich die Reduktion der Volatilität wieder beruhigt. Nun wird es spannend, ob wir eine Änderung in einen Bärenmarkt erleben der durchaus 2-3 Jahre oder sogar länger andauern kann, oder ob wir uns von dem Schock gleich wieder erholen werden. Klar ist es mit Sicherheit nicht, welche Richtung die Finanzmärkte einschlagen, was aber sehr wahrscheinlich ist, ist eine Änderung der Branchen die Trends entwickeln und einige die mehr Probleme erleben werden. Es kann durchaus sein, dass sich die Volatilität nun in Schüben wieder erhöht und wieder abflacht, so wie es für Bärenmärkte typisch ist. Eine Preisrange kann hier nur schwer definiert werden, da die Situation allgemein sehr neu ist. Allerdings haben wir historische Preislevels der Finanzkrise 2007 in sehr kurzer Zeit im VXXB ETN erreicht und diese wurden vorerst als historisches Level wieder abverkauft.


Agrarpreise sind nun genauer zu beobachten. Supermarktketten halten sich sehr stabil gegen den allgemeinen Markttrend. Hierbei gibt es auch Supermärkte die Franchisemodelle anbieten und durch die Marktänderungen vielleicht schneller wachsen können. Hoffen wir, das es zu keinem starken Anstieg der Inflation kommen wird. Im Gesundheitsmarkt gibt es selbstverständlich auch an der Börse Unternehmen, die für die Versorgung der Krankenhäuser wichtig sind und auch medizinische Großhändler welches Equipment verkaufen. Eine Outperformance von Konglomerat Unternehmen und Versorgungsunternehmen könnte ein Szenario für die nächsten Jahre sein.


Von der Marktänderung haben ganz klar die Anleihenmärkte profitiert, die Korrelation der Märkte zu Aktienindizes ist in den Aktienmarkt Crash klar gewesen. Auf multiplen Zeiteben gab es hier Signale der klassischen technische Preisanalyse. Ob es zu vermehrten Ausfällen von Anleihen kommt ist weiterhin unklar. Insbesondere die Immobilienbranche wird hier interessant zu beobachten sein.


Ausgewählte ETFs auf sehr betroffene Branchen können interessant sein, beispielsweise hat es die Unternehmen der Luftfahrtbranche sehr stark getroffen (MSCI World Airliners) ist hier eine gute Benchmark.


Banken in Europa werden vermutlich durch diese Krise einige Schwierigkeiten bekommen. Die Finanzmarktaufsicht hat vorsichtshalber den Banken empfohlen keine Dividenden an Aktionäre auszuschütten. Es bleibt abzuwarten, ob dadurch weitere große strategische Kernaktionäre ihr Kapital aus Krisenmärkten abziehen und sich die Krise auch zu einer globalen Finanzmarktkrise ausweitet.




Nachdem der Markt für Kredithandel und dessen Versicherungen für den Ausfall massiv angestiegen ist kann man davon ausgehen, das der Markt für Unternehmenstransaktionen ebenfalls stark anziehen wird. Ein Teilbereich davon wird auch für Unternehmensberater interessant, die jenen Unternehmen helfen sich schnell und optimal neu zu positionieren. Dies betrifft Unternehmen welche nicht an öffentlichen Märkten notieren. Unternehmensveschmelzungen sind eine Strategie gegen die Insolvenz von Unternehmen, denn wenn sich Unternehmen zusammen schließen nutzen die gemeinsamen Synergien. Wie so oft haben größere Unternehmen (mitunter mit mehr Cashbestand) bessere Chancen eine solche Krise zu überleben.  


Warum?


Ganz einfach deswegen weil der Staat jetzt alle verfügbaren Ressourcen abruft um Unternehmen vor der Insolvenz zu retten. Dieses Transaktionsfeld wird jetzt für Investmentunternehmen und Berater interessant, da die ausfallenden Unternehmen durch M&As, Weiterverkäufe und Organisationsberatungen vor kompletten Insolvenzen gerettet werden könnten.


Weiters gilt zu beachten, ob die Inflation ansteigen wird. Dieses Szenario ist immer dann möglich, wenn der Staat, die Gesellschaft und das Finanzsystem in eine riskante Situation mit vielen Unsicherheiten gelangen. Beachten wir also die Preise für Rohstoffe auch an den Terminmärkten in den nächsten Wochen und Monaten genauer.

Wir versuchen mit diesem Blog interessante Möglichkeiten an den Börsen zu analysieren und darzustellen.


Argentinien ist ein Land in Süd Amerika wo die ökonomische Lage aktuell sehr schwierig ist. Die Währung wird zu einem Discount über -30% gehandelt. Gleichzeitig gibt es nur wenige Large Caps die in diesem Land für ausländische Investoren zugänglich sind. Unter diesen Wertpapieren, die man wohl eher nur über synthetische Abbildungen kaufen kann, gibt es wenige Geschäfte die solide Geschäftsmodelle betreiben. Zu soliden Geschäftsmodellen zählen immer noch Banken (Leasinggeschäfte, oftmals stabile Dividenden, Kreditgeschäfte, Privat und Firmenkundengeschäfte). Die umliegenden Länder in Süd Amerika zählen alle zum Wachstumsmarkt der Emerging Markets und befinden sich aktuell abseits von Asien, wo der Coronavirus sich ausbreitet und die Wirtschaft im Wachstum möglicherweise etwas abbremst. Eine der besten Aktienmärkte des Jahres 2019 kommt aus Süd Amerika, wenn man die problematische Inflation dort nicht berücksichtigt. Eine weiter spannende These ist die Idee der Rohstoffvorräte die für die Produktion von Batteriezellen benötigt werden, sollte Wasserstoff nicht die Alternative im Energieantrieb "Batterien" überholen. Denkbar ist eine Entwicklung der Märkte für Energie in Form eines Konglomerats, was soviel bedeutet wie es entstehen am Markt zuerst Hybride Formen (Hybridantrieb Elektro mit Diesel und Benzin). Die Vorräte in Lithium werden die nächsten 20 Jahre für Länder mit Abbaukapazitäten profitabel sein können. Österreich hat übrigens auch einen Vorrat, der in Kärnten/Steiermark ist. Internationale Investoren haben sich hier schon Abbaurechte gesichert. 

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